|
Griechische Flagge auf einem Boot vor der Küste von Lesbos
WERKSTATTKINO · MÜNCHEN

Eine Dokumentation über die Flüchtlingssituation in Griechenland

On sufferance

SA 5. & SO 6. DEZEMBER 2026 · 15:00 UHR · WERKSTATTKINO MÜNCHEN

Auf Lesbos liegt ein Hügel aus Rettungswesten. Abertausende, in jeder Größe. In jeder davon hat ein Mensch gesteckt, und nicht jeder ist angekommen. Dieser Film erzählt von denen, die angekommen sind, und von ihrem Weg über zwei Jahre, von Lesbos über Athen bis nach Deutschland. Es geht dabei nicht nur um Migration, sondern um Menschen und ihre Lebensgeschichten.

Hasib und seine Töchter sowie weitere Wegbegleiter:innen aus dem Film sind bei der Premiere dabei und erzählen ihre Geschichte selbst.

Ticket sichern

Eintritt frei · Begrenzte Plätze

5. & 6. DEZEMBER 2026 · 15:00 UHR
Fraunhoferstraße 9 · München

Trailer

Ticket sichern

Sa 5. & So 6.12. · 15:00 Uhr · Eintritt frei

01 / Der Film

Zwei Jahre an der Grenze

Hasib, Ulfat, Zeinab, Horya, Lucky, Christopher, Elsa und viele andere: Menschen, die alles hinter sich gelassen haben und in Griechenland auf eine Zukunft warten. Sie erzählen selbst, in ihren eigenen Worten, von Flucht, Hoffnung und Durchhalten.

In den Lagern auf Lesbos, in Athen und in Thessaloniki fehlte es an allem: Neugeborene wurden von Ratten gebissen, Zelte vom Regen weggeschwemmt, es gab kaum Kleidung und zu wenig medizinische Versorgung. Der Film will denen, die oft vergessen werden, ein Gesicht und eine Stimme geben.

Entstanden ist er aus Aufnahmen, die Bastian Schertel und Raphael Reichl ab 2020 in Griechenland gemacht haben, wo sie als Helfer vor Ort waren. Daraus wurde „On sufferance“: Wir begleiten Familien und Einzelschicksale über zwei Jahre hinweg, von der Ankunft auf Lesbos über die Shelter in Athen bis nach Deutschland, wo heute zwei Mädchen zur Schule gehen. Manche haben es geschafft. Andere warten bis heute auf einen Bescheid und können die Insel nicht verlassen. Andere haben wir auf dem Weg verloren.

Angefangen haben Raphael und Bastian das Projekt nicht allein. Moritz Ellmann hat sich 2023 das Leben genommen. Raphael und Bastian haben den Film zu Ende gebracht, in Erinnerung an ihn. Ein zweiter Film über Moritz ist in Arbeit: über sein Engagement, seine Hingabe und Aufopferung, aber auch über Überforderung und Selbstverlust.

Presse: Süddeutsche Zeitung · Oberpfalz TV

Das abgebrannte Lager Moria auf Lesbos
Lesbos, die Überreste des Lagers Moria
REGIE
Raphael Reichl, Bastian Schertel
LAUFZEIT
30 Min.
JAHR
2026
SPRACHE
Englisch · engl. Untertitel
FORMAT
Dokumentation
FSK
ab 16 J.

02 / Credits

DIE FILMEMACHER

Raphael Reichl

REGIE · KAMERA · SCHNITT

Raphael Reichl

Raphael Reichl (*1994 in Klosterneuburg, AT) lebt und arbeitet als Künstler und Filmemacher zwischen Wien und Mexiko-Stadt. Er studierte an der Friedl Kubelka Schule für unabhängigen Film und schloss ein Studium der ortsbezogenen Kunst an der Universität für angewandte Kunst Wien ab. Seine Filme wurden auf internationalen Festivals gezeigt, darunter die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen, IndieLisboa, das Uppsala Short Film Festival, Vienna Shorts und das Toronto International Film Festival. Sein erster mittellanger Dokumentarfilm La Escondida wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Preis für den besten Dokumentarfilm beim Capri Hollywood Special Contest Award 2023 (Jury: Mike Figgis) sowie beim Las Cruces International Film Festival 2024.

Bastian Schertel

REGIE · KAMERA

Bastian Schertel

Bastian Schertel stammt aus Amberg in der Oberpfalz und lebt in München. Er ist gelernter Koch und arbeitete später er als Fotograf unter anderem für National Geographic und Terra X. Seine Bilder wurden in New York, Kapstadt, St. Petersburg, München und Hamburg ausgestellt. In Griechenland war er als Ehrenamtlicher tätig: In Thessaloniki baute er in einem Shelter für Frauen eine kleine Fotografieschule mit auf, außerdem war er auf Lesbos und in Athen. In Athen lernte er Raphael Reichl und Moritz Ellmann kennen, gemeinsam entstanden die Aufnahmen zu „On sufferance“. Über die Arbeit in Griechenland berichteten 2020/21 unter anderem die Süddeutsche Zeitung, der Münchner Merkur, Oberpfalz TV und RTL / TV Bayern Live. Nachdem er in München eine Marketingagentur aufgebaut hat, arbeitet er heute als Head of AI Trainings in einem Münchner Startup.

EIN FILM VON
Raphael Reichl, Bastian Schertel und Moritz Ellmann (†)
GEDICHT
„My pen won't break, but borders will.“ von Parwana Amiri
MUSIK
Musikarama
KAMERA & TON
Raphael Reichl, Bastian Schertel, Moritz Ellmann (†), Christopher Chimezie (Footage Camp 2)
SCHNITT
Raphael Reichl
PRODUKTION
Raphael Reichl, Bastian Schertel, Ingeborg Ellmann, Wilhelm Ellmann, Moritz Ellmann (†), Andreas Reisenbauer
ÜBERSETZUNGEN
Hasib Azizi (Dari / Farsi), Raphael Reichl (Deutsch / Englisch)

PROTAGONIST*INNEN

Hasib AziziUlfat AziziZeinab AziziHorya AziziLucky RemigiousChristopher ChimezieElsa ChimezieMohammad TabarokForogh FereydouniAstina IsofiAbdolfatah MoradiNicolas PerrenoudAmir HampayArash Hampay

DANKE AN

LinTimArashRezaManuJennySusiFrankYassiRebeccaMarkusMiriamKimJulianFabienneLuanaRobertMountyTimoMelvinErikaFrankenkonvoiGeoMatthiaMilenaArianBellaKatharinaAnitaLucasSvenPeterChristineTarikNicoDannyFranzJuliRalfTanjaMelvin... und viele mehr

Ohne euch wäre der Film nicht möglich gewesen, und eure Spenden haben vor Ort vielen Menschen direkt geholfen.

„Ein Hügel aus Rettungswesten. Abertausende. Jede davon ein Mensch, der hier ankam oder im Meer ertrank.“
Aus der Entstehungsgeschichte des Films
Lesbos, der Rettungswesten-Friedhof von oben
Lesbos, der Rettungswesten-Friedhof von oben
Lesbos, Hasib und seine Tochter am Ufer
Lesbos, Hasib und seine Tochter am Ufer

03 / Der Ort

Werkstattkino

Hinterhof mit Kinoeingang im Gärtnerplatzviertel

Das Werkstattkino ist ein Hinterhofkeller im Münchner Gärtnerplatzviertel. Seit 1974 ein Ort für Film abseits des Mainstreams. Einem Kollektiv gehörend, mit 46 Plätzen und zwei Ernemann-VII-Projektoren, zeigt es Genrekino, Avantgarde und Filme, die anderswo nicht zu sehen sind.

Ein Keller-Kino, in dem seit Jahrzehnten Geschichten Raum bekommen, die jenseits vom Mainstream erzählt werden wollen.

  • ADRESSE
    Fraunhoferstraße 9, 80469 München
    Hinterhofkeller · im zweiten Hinterhof
  • ANFAHRT
    U1 / U2 Fraunhoferstraße
    Tram 16, 17, 18, Müllerstraße
  • PROGRAMM
    Einlass 15:00 Uhr · Film (30 Min.) · Gespräch mit Gästen aus dem Film · Fotoausstellung · Ende ca. 16:30 Uhr
    Hasib und seine Töchter sowie weitere Wegbegleiter:innen aus dem Film sind bei der Premiere dabei und erzählen ihre Geschichte selbst.
Kinosaal des Werkstattkino mit 46 Plätzen
KINOSAAL · 46 PLÄTZE
Projektor im Vorführraum des Werkstattkino
VORFÜHRRAUM · ERNEMANN VII B

Fotos: Wikimedia Commons · Werkstattkino-Kollektiv

04 / Begegnungen

Weitere Gespräche

Der Film zeigt nur einen Ausschnitt. Hier sammeln wir weitere Gespräche mit den Menschen, die wir während der Dreharbeiten getroffen haben: Geschichten, die selten gehört, und Gesichter, die selten gesehen werden.

Arsalan

Athen

Abdullah

Thessaloniki

Arian

Thessaloniki

Azizula

Lesbos

Nächstes Interview

Ab 20. November 2026

Diese Begegnungen werden laufend ergänzt.

05 / Anmeldung

Ticket sichern

Der Eintritt ist frei. Wähle eine Vorstellung und die Anzahl der Tickets. Alle Tickets kommen als ein PDF in einer E-Mail. Ausdrucken ist nicht nötig: Am Einlass reicht das Ticket auf dem Handy.

Hasib und seine Töchter sowie weitere Wegbegleiter:innen aus dem Film sind bei der Premiere dabei und erzählen ihre Geschichte selbst.

Vorstellung wählen
Anzahl Tickets
1
Bis zu 6 pro Buchung
Deine Angaben

Alle Tickets gehen an diese Adresse.

Warenkorb
1 × Ticket · Sa, 05.12. · 15:00 UhrEintritt frei
Gesamt0 €

Kein Ausdruck nötig: Zeig die Tickets einfach auf dem Handy am Einlass.

Mit der Buchung bestätigst du, dass wir dir deine Tickets per E-Mail zusenden. Keine Weitergabe der Daten. Der Eintritt ist frei. Am Ausgang steht eine freiwillige Spendenbox. Alle Spenden gehen an Refugio München (psychosoziale Hilfe für Geflüchtete) und Refugee Law Clinic Munich (kostenlose Asylrechtsberatung in München).

Werkstattkino

Fraunhoferstraße 9 · 80469 München
5. & 6. Dezember 2026 · 15:00 Uhr Einlass · Ende ca. 16:30 Uhr

Raphael Reichl & Bastian Schertel
Der Eintritt ist frei. Am Ausgang steht eine freiwillige Spendenbox. Alle Spenden gehen an Refugio München (psychosoziale Hilfe für Geflüchtete) und Refugee Law Clinic Munich (kostenlose Asylrechtsberatung in München).
© 2026 · Premiere „On sufferance"